Die Schweizer Großbank UBS erwägt, ausgewählten vermögenden Privatkunden in der Schweiz den Handel mit Bitcoin und Ethereum anzubieten. Nach monatelangen Gesprächen prüft die Bank Partnerschaften mit Drittanbietern, um die Ausführung, Verwahrung und Compliance zu gewährleisten. Diese Initiative markiert einen potenziellen Schritt zur breiteren institutionellen Akzeptanz von Kryptowährungen im traditionellen Private Banking.
Wichtige Erkenntnisse
- UBS plant, ausgewählten Schweizer Privatkunden den Handel mit Bitcoin und Ethereum zu ermöglichen.
- Die Bank prüft Partnerschaften mit externen Anbietern statt eines Inhouse-Aufbaus.
- Eine breitere Einführung in anderen Regionen ist möglich, abhängig von regulatorischen Entwicklungen und Kundennachfrage.
- UBS hat bisher eine vorsichtige Haltung gegenüber Kryptowährungen eingenommen.
Details zur geplanten Einführung
Die UBS Group AG bereitet sich darauf vor, einem ausgewählten Kreis von Privatkunden in der Schweiz den Handel mit Bitcoin anzubieten. Berichten zufolge führt die Schweizer Großbank seit mehreren Monaten Gespräche über die Einführung eines Krypto-Handelsangebots und ist derzeit dabei, externe Partner auszuwählen. Die Dienstleistung wäre zunächst auf eine kleine Gruppe von Schweizer Privatkunden beschränkt, eine breitere Einführung sei jedoch zu einem späteren Zeitpunkt möglich.
Die Bank hat noch keine endgültige Entscheidung über die Umsetzung getroffen, und die Pläne unterliegen weiterhin regulatorischen, operativen und risikobezogenen Überlegungen. Anstatt einen vollständigen digitalen Asset-Stack intern aufzubauen, evaluiert die Bank Partnerschaften mit Drittanbietern, die die Handelsausführung, die Verwahrung und die Compliance übernehmen könnten. Ein partnergeführtes Modell würde es der Bank ermöglichen, Krypto-Exposure anzubieten und gleichzeitig das Bilanzrisiko und die operative Komplexität zu begrenzen.
Mögliche Erweiterung über die Schweiz hinaus
Unter der vorgeschlagenen Struktur würde das Unternehmen zunächst berechtigten Kunden den Kauf und Verkauf von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) ermöglichen, den beiden größten digitalen Vermögenswerten nach Marktkapitalisierung. Zusätzliche Assets wurden bisher nicht diskutiert. Während die anfängliche Einführung auf die Schweiz konzentriert wäre, erwägt die UBS Berichten zufolge eine Ausweitung des Dienstes auf andere Regionen, einschließlich des asiatisch-pazifischen Raums und der Vereinigten Staaten, abhängig von der regulatorischen Klarheit und der Kundennachfrage.
Die UBS verwaltet per 30. September Vermögenswerte im Wert von rund 4,7 Billionen US-Dollar, was sie zur größten Vermögensverwaltungsgesellschaft der Welt macht. Selbst ein begrenztes Krypto-Angebot könnte einen bedeutenden Schritt in Richtung einer breiteren institutionellen Akzeptanz von Bitcoin im traditionellen Private Banking darstellen. Die Bank hat historisch eine vorsichtige Haltung gegenüber Kryptowährungen eingenommen. Im November 2023 erlaubte die UBS wohlhabenden Kunden in Hongkong den Handel mit Krypto-verknüpften börsengehandelten Fonds (ETFs), schloss sich damit Wettbewerbern wie der HSBC an, verzichtete jedoch auf den direkten Spot-Krypto-Handel.
Ein Sprecher der UBS lehnte es ab, sich zu den Einzelheiten des Berichts zu äußern, bestätigte jedoch, dass die Bank weiterhin Initiativen im Bereich digitaler Vermögenswerte prüft. "Als Teil der Digital-Asset-Strategie der UBS beobachten wir Entwicklungen aktiv und prüfen Initiativen, die Kundenbedürfnisse, regulatorische Entwicklungen, Markttrends und robuste Risikokontrollen widerspiegeln", sagte der Sprecher. "Wir erkennen die Bedeutung von Distributed-Ledger-Technologien wie Blockchain an, die digitalen Vermögenswerten zugrunde liegen."
Quellen
- Swiss UBS Plans Bitcoin Trading For Select Wealth Clients, Bitcoin Magazine.