Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat einen bedeutenden Schritt zur Integration von digitalen Vermögenswerten in das traditionelle Finanzsystem der USA unternommen. Fünf Krypto-Unternehmen erhielten bedingte Genehmigungen, um als nationale Trust-Banken zu operieren, während gleichzeitig bestätigt wurde, dass Banken als Intermediäre in Krypto-Transaktionen fungieren dürfen.
Wichtige Erkenntnisse
- Fünf führende Krypto-Firmen erhalten bedingte Zulassungen als nationale Trust-Banken.
- Banken dürfen nun als Intermediäre in „risikolosen Principal“-Transaktionen mit Krypto-Assets agieren.
- Diese Entscheidungen fördern die Integration von Kryptowährungen in den Mainstream-Finanzsektor.
Fünf Krypto-Firmen werden zu nationalen Trust-Banken
Das OCC hat Ripple, Circle, Fidelity Digital Assets, BitGo und Paxos bedingte Genehmigungen erteilt, um von staatlichen Trust-Charten zu bundesstaatlichen zu wechseln. Nach Erfüllung der OCC-Bedingungen werden diese Unternehmen zu nationalen Trust-Banken, die bundesweit tätig sein können. Sie werden in der Lage sein, Treuhand- und Depotdienstleistungen für digitale Vermögenswerte anzubieten, ähnlich wie die rund 60 anderen nationalen Trust-Banken, die bereits vom OCC reguliert werden. Trust-Banken können zwar keine Bareinlagen annehmen oder Kredite vergeben, aber sie sind befugt, digitale Vermögenswerte von Kunden zu verwahren und zu verwalten.
Circle, der Emittent des Stablecoins USDC, erwartet durch die bundesstaatliche Charta eine verbesserte Sicherheit und Aufsicht seiner Reserven sowie die Möglichkeit, institutionellen Kunden Treuhand-Depotdienstleistungen für digitale Vermögenswerte anzubieten. Paxos sieht in der bundesstaatlichen Aufsicht eine Klarheit für Unternehmen, die digitale Vermögenswerte ausgeben, verwahren, handeln und abwickeln möchten. BitGo plant, seine Dienstleistungen bundesweit auszuweiten, einschließlich Handels-, Staking-, Stablecoin- und Treasury-Angeboten für Institutionen.
Banken als Intermediäre im Krypto-Handel
Das OCC hat ferner klargestellt, dass nationale Banken „risikolose Principal“-Transaktionen mit Krypto-Assets durchführen dürfen. Dies ermöglicht es Banken, als Principal zwischen zwei Kunden zu agieren, indem sie Krypto-Assets von einem Kunden kaufen und gleichzeitig an einen anderen verkaufen, ohne die Assets auf Lager zu halten. Diese Funktion ähnelt der eines Brokers, wobei die Bank ein begrenztes Abwicklungs-, Markt- und Kreditrisiko übernimmt.
Diese neue Auslegung folgt auf frühere Lockerungen, wie die Entfernung der Anforderung für Banken, eine Vorabgenehmigung für bestimmte Krypto-Operationen einzuholen. Dies signalisiert eine wachsende Akzeptanz digitaler Vermögenswerte im traditionellen Bankwesen. Bank of America hat bereits angekündigt, seinen Vermögensverwaltungskunden die Allokation von 1 % bis 4 % ihres Portfolios in digitale Vermögenswerte zu ermöglichen. PNC Bank bietet qualifizierten Private-Banking-Kunden den direkten Handel mit Bitcoin über die eigene Plattform an, unterstützt durch die Infrastruktur von Coinbase.
Das OCC begründet diese Zulassung damit, dass risikolose Principal-Transaktionen mit Krypto-Assets traditionellen Brokerage- und Depotdienstleistungen ähneln, den Kunden einen regulierten Zugang zu Krypto-Assets bieten und Risiken bergen, die Banken bereits kennen. Diese Aktivität wird als Teil des breiteren „Bankgeschäfts“ betrachtet, das nicht eng definiert ist und Banken erlaubt, neue, logisch erweiterte Funktionen zu übernehmen.
Quellen
- OCC Grants Conditional Approvals To 5 Crypto Firms, Bitcoin Magazine.
- OCC Approves Banks As Intermediaries In Crypto Transactions, Bitcoin Magazine.