China stiehlt Bitcoin von USA

China wirft den USA vor, 127.000 Bitcoin gestohlen zu haben

China hat die Vereinigten Staaten beschuldigt, hinter dem Hack des chinesischen Mining-Pools LuBian zu stecken, bei dem im Dezember 2020 über 127.000 Bitcoin gestohlen wurden. Diese Anschuldigung kommt, nachdem das US-Justizministerium kürzlich die gleiche Menge an Bitcoin als konfisziert von einem globalen Betrugsnetzwerk bekannt gab.

Das LuBian-Hack-Mysterium

  • Im Dezember 2020 wurden dem chinesischen Mining-Pool LuBian mehr als 127.000 Bitcoin entwendet.
  • Eine Systemschwäche des Pools wurde ausgenutzt, wodurch 90 Prozent der Assets in etwa zwei Stunden gestohlen wurden.
  • Verdächtige Transaktionen wiesen identische Gebühren auf, was auf ein automatisiertes Skript hindeutet.
  • Der Pool-Betreiber versuchte vergeblich, die Rückgabe der Coins durch Nachrichten und Belohnungsangebote zu erwirken.

Im Oktober dieses Jahres gab das US-Justizministerium die Beschlagnahmung von 127.271 BTC bekannt, die von der Prince Holding Group, einem betrügerischen Firmenkonglomerat aus Kambodscha, stammten. Chen Zhi, der Kopf des Betrugssystems, ist weiterhin auf freiem Fuß.

Die Anklageschrift besagte, dass der chinesische Pool LuBian zur Geldwäsche der illegalen Erlöse des Scam-Netzwerks genutzt wurde. Dies wird durch die Tatsache gestützt, dass der Pool nach dem vermeintlichen Hack seinen Betrieb einstellte.

Staatliche Hacking-Operation?

Ein Bericht des chinesischen „National Computer Virus Emergency Response Center (CVERC)“ legt nahe, dass die USA die Bitcoin bereits 2020 durch Hacking-Techniken gestohlen haben könnten. Der Bericht spricht von einer „staatlichen Hackerorganisation“ und einem „staatlich geförderten Doppelagentenangriff“.

Als Beweis wird angeführt, dass die gestohlenen Coins fast vier Jahre lang nicht bewegt wurden, was auf eine staatliche Hackerorganisation hindeuten würde, da gestohlene Coins normalerweise schnell liquidiert werden. Erst im Juni 2024 wurden die Coins auf neue, nun den USA zugeordnete Adressen transferiert.

Das CVERC zweifelt auch die Behauptung des US-Justizministeriums an, dass alle Gelder aus illegalen Erlösen stammten. Eine forensische Analyse ergab, dass ein Teil der Coins aus Mining-Betrieb, Pool-Auszahlungen und Börsentransaktionen stammt.

Spannungen zwischen China und den USA

Während die USA die Beschlagnahmung als legitime Strafverfolgungsmaßnahme darstellen, wird sie in China als provokativer Akt betrachtet, der die Spannungen zwischen den beiden Nationen verschärft.

Der chinesische Bericht fordert keine Rückgabe der Coins, sondern gibt Empfehlungen zur Verhinderung von Schwachstellen bei der Bitcoin-Aufbewahrung und zur Integration von Echtzeit-Überwachungssystemen für Mining-Pools.

Das US-Justizministerium behauptete nicht, dass alle Gelder von LuBian kriminell erlangt wurden, sondern dass der Pool zur Geldwäsche der Prince Holding Group genutzt wurde. Die Vermischung von illegalen Geldern mit neu geschürften Kryptowährungen in Mining-bezogenen Wallets wird als Muster zur Verschleierung der Herkunft angeführt.

Das Mysterium um den LuBian-Hack und die Rolle der US-Behörden bleibt unklar. Ob China Schritte zur Rückforderung der konfiszierten Coins unternehmen wird, ist derzeit ungewiss.

Quellen