Nach einem jüngsten Kursrutsch bei Bitcoin und verstärkten spekulativen Aktivitäten hat China seine bereits bestehenden Anti-Krypto-Maßnahmen aus dem Jahr 2021 weiter verschärft. Die chinesischen Behörden haben eine neue Bekanntmachung veröffentlicht, die sich gezielt gegen virtuelle Währungen und damit verbundene Risiken richtet. Diese erneute Verschärfung unterstreicht Chinas strikte Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten.
Wichtige Kernpunkte
- China hat seine Anti-Krypto-Maßnahmen verschärft, insbesondere nach spekulativen Aktivitäten und einem Kursrutsch bei Bitcoin.
- Acht chinesische Behörden, darunter die Zentralbank, haben eine gemeinsame Bekanntmachung zur Risikoprävention im Zusammenhang mit virtuellen Währungen veröffentlicht.
- Virtuelle Währungen sind weiterhin kein gesetzliches Zahlungsmittel in China.
- Geschäftliche Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten ohne behördliche Genehmigung gelten als illegal.
- Es werden strenge Maßnahmen gegen Betrug, Geldwäsche und illegale Geschäftspraktiken im Krypto-Bereich angekündigt.
- Die Verwendung bestimmter Begriffe in Unternehmensnamen und Geschäftsbereichen, die sich auf Kryptowährungen beziehen, wird untersagt.
Verschärfte Maßnahmen gegen virtuelle Währungen
Die chinesischen Behörden haben am 6. Februar 2026 eine gemeinsame „Bekanntmachung zur weiteren Prävention und zum Umgang mit Risiken im Zusammenhang mit virtuellen Währungen“ herausgegeben. An dieser Initiative waren acht wichtige staatliche Institutionen beteiligt, darunter die chinesische Zentralbank, das Ministerium für öffentliche Sicherheit, das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie, die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission sowie die Finanzaufsicht, die Wertpapieraufsicht, die Devisenverwaltung und die Marktregulierung.
In dieser Stellungnahme bekräftigen die Institutionen, dass virtuelle Währungen in China weiterhin keine gesetzlichen Zahlungsmittel sind. Jegliche geschäftlichen Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten, die keine behördliche Genehmigung im Rahmen der geltenden Gesetze besitzen, werden als illegale Finanzaktivitäten eingestuft und sind strengstens verboten.
Verbotene Aktivitäten im Detail
Die Bekanntmachung listet eine Reihe von Aktivitäten auf, die nun explizit untersagt sind:
- Die Ausgabe virtueller Währungen durch chinesische Akteure, sowohl im Inland als auch im Ausland.
- Der Umtausch von gesetzlichen Zahlungsmitteln in virtuelle Währungen sowie der Tausch digitaler Vermögenswerte untereinander.
- Die Tätigkeit als zentrale Gegenpartei beim Kauf und Verkauf virtueller Währungen.
- Der Handel mit Finanzprodukten, die in direktem Zusammenhang mit virtuellen Währungen stehen.
- Die Bereitstellung von Informations-, Preis- oder Abwicklungsdiensten für entsprechende Transaktionen im Internet.
- Token-Finanzierung.
- Die Tokenisierung realer Vermögenswerte, einschließlich damit verbundener Vermittlungs- und IT-Dienstleistungen.
Strafrechtliche Konsequenzen und Namensbeschränkungen
Darüber hinaus sehen die neuen Regelungen strenge rechtliche Maßnahmen gegen Betrug, Geldwäsche, illegale Geschäftspraktiken, Schneeballsysteme und Spendenaktionen im Zusammenhang mit Kryptowährungen vor. Die Fortsetzung eines entschlossenen Vorgehens gegen Krypto-Mining wird ebenfalls gefordert.
Eine weitere Neuerung betrifft Unternehmensnamen und Geschäftsbereiche. Diese dürfen bestimmte Begriffe nicht mehr enthalten, darunter „virtuelle Währung“, „virtuelle Vermögenswerte“, „Kryptowährung“, „Krypto-Assets“, „Stablecoins“, „Tokenisierung realer Vermögenswerte“ oder die Abkürzung „RWA“ (Real World Assets). Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Assoziation von Unternehmen mit dem Kryptobereich zu unterbinden und die Einhaltung des Verbots zu gewährleisten.
Quellen
- Nach Bitcoin-Kursrutsch: China verschärft „Krypto-Verbot“, Blocktrainer.