Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat versehentlich Bitcoin im Wert von rund 44 Milliarden US-Dollar an ihre Kunden ausgegeben. Ein Fehler bei einer Werbeaktion führte dazu, dass einige Nutzer statt der geplanten kleinen Bargeldbelohnungen Tausende von Bitcoin erhielten. Die Börse hat den Großteil der Gelder zurückerlangt und verspricht, die verbleibenden Verluste zu decken.
Wichtige Erkenntnisse
- Bithumb hat versehentlich Bitcoin im Wert von ca. 44 Milliarden US-Dollar an Kunden ausgegeben.
- Der Fehler entstand durch eine fehlerhafte Abwicklung einer Werbeaktion.
- Die Börse hat 99,7 % der irrtümlich ausgezahlten Bitcoin zurückerhalten.
- Der Vorfall führte zu kurzfristiger Volatilität des Bitcoin-Preises auf der Plattform.
- Südkoreanische Regulierungsbehörden kündigten Überprüfungen der internen Kontrollsysteme von Krypto-Börsen an.
Der Bitcoin-Fehler bei Bithumb
Ein technischer Fehler bei der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb hat zu einer massiven, unbeabsichtigten Verteilung von Bitcoin geführt. Im Rahmen einer Werbeaktion, die eigentlich kleine Bargeldbelohnungen von etwa 2.000 koreanischen Won (ca. 1,40 US-Dollar) vorsah, erhielten einige Nutzer stattdessen mindestens 2.000 Bitcoin pro Person. Dies resultierte in der irrtümlichen Ausschüttung von rund 620.000 Bitcoin, was zum Zeitpunkt des Vorfalls einem Wert von etwa 44 Milliarden US-Dollar entsprach.
Reaktion und Wiederherstellung
Bithumb reagierte schnell auf den Vorfall. Innerhalb von 35 Minuten nach der fehlerhaften Auszahlung wurden Handels- und Auszahlungsfunktionen für die betroffenen 695 Kunden eingeschränkt. Die Börse gab bekannt, dass 99,7 % der irrtümlich verteilten Bitcoin erfolgreich zurückgebucht wurden. Lediglich 125 Bitcoin im Wert von rund 9 Millionen US-Dollar konnten von einer kleinen Gruppe von Kunden nicht zurückgefordert werden. Bithumb erklärte sich bereit, diese verbleibenden Verluste aus eigenen Mitteln zu decken und betonte, dass der Vorfall nicht auf externe Hacking-Angriffe oder Sicherheitslücken zurückzuführen sei.
Auswirkungen auf den Markt und regulatorische Folgen
Der Fehler hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Bitcoin-Handel auf der Bithumb-Plattform. Der Bitcoin-Preis brach kurzzeitig um 17 % ein, bevor er sich wieder erholte. Südkoreas Finanzaufsichtsbehörden reagierten prompt und bezeichneten den Vorfall als Aufdeckung von Schwachstellen im virtuellen Asset-Sektor. Es wurden Überprüfungen der internen Kontrollsysteme heimischer Krypto-Börsen angekündigt, mit der Möglichkeit von Vor-Ort-Inspektionen bei festgestellten Unregelmäßigkeiten. Berichten zufolge haben bereits Inspektionen bei Bithumb begonnen, um die internen Prozesse zu untersuchen, die offenbar die Ausgabe von Kryptowährungen ohne formale Abwicklungsverfahren erlaubten.
Kompensationsmaßnahmen und zukünftige Pläne
Bithumb hat Maßnahmen zur Entschädigung von Kunden angekündigt, die von den abnormalen Handelsbedingungen betroffen waren. Nutzer, die Bitcoin zu ungewöhnlich niedrigen Preisen verkauft haben, erhalten den vollen Verkaufserlös zuzüglich 10 %. Zudem werden für sieben Tage alle Handelsgebühren erlassen. Aktive Nutzer erhalten eine pauschale Entschädigung von 20.000 koreanischen Won (ca. 15 US-Dollar). Der Vorfall ereignet sich zu einer kritischen Zeit für Bithumb, da die Börse Pläne verfolgt, als erste südkoreanische Krypto-Börse in den USA an die Börse zu gehen. Das Unternehmen arbeitet daran, seine internen Systeme zu überarbeiten, um zukünftige Fehler zu vermeiden.
Quellen
- Bithumb Bitcoin Blunder Sends $44 Billion To Users, Bitcoin Magazine.