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Inhaltsangabe

Bitcoin-Münze mit fallendem Pfeil, Finanzdruck

Bitcoin-Treasury-Unternehmen unter Druck: Bewertungen, Verluste und strategische Anpassungen

Viele Unternehmen, die Bitcoin als Reserve-Asset halten, sehen sich derzeit mit erheblichen unrealisierten Verlusten konfrontiert. Der jüngste Preisverfall bei Bitcoin hat die Bilanzen zahlreicher Firmen belastet, was zu Verkaufsentscheidungen und strategischen Neuausrichtungen führt. Dennoch bieten sich für risikobereite Investoren auch Chancen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Rund zwei Drittel der Unternehmen mit messbarem Bitcoin-Bestand verzeichnen derzeit unrealisierte Verluste.
  • Einige Unternehmen, wie Prenetics, stoppen ihre Bitcoin-Kaufprogramme und fokussieren sich auf ihr Kerngeschäft.
  • Trotz der Verluste setzen große Akteure wie MicroStrategy ihre Akkumulationsstrategie fort und kaufen sogar günstig nach.
  • Die Aktien vieler Bitcoin-Treasury-Unternehmen werden derzeit unter ihrem Nettoinventarwert gehandelt, was Arbitragemöglichkeiten eröffnet.

Die aktuelle Situation der Bitcoin-Treasury-Unternehmen

Die jüngsten Marktentwicklungen haben viele Unternehmen, die Bitcoin in ihren Bilanzen halten, hart getroffen. Laut Berichten sitzen etwa 65 % der Unternehmen mit messbarem Bitcoin-Bestand auf unrealisierten Verlusten, da der Bitcoin-Preis unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten liegt. Dies hat dazu geführt, dass einige Unternehmen, wie Prenetics, ihre Bitcoin-Kaufprogramme eingestellt haben, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren und Kapital umzuschichten. Prenetics wird beispielsweise seine bestehenden 510 Bitcoin behalten, aber keine neuen Käufe tätigen, um sich auf das Wachstum seiner Gesundheitsmarke IM8 zu konzentrieren.

Strategische Reaktionen und Marktchancen

Während einige Unternehmen ihre Bitcoin-Strategien überdenken, setzen andere, wie MicroStrategy, ihre Akkumulation fort. MicroStrategy hat kürzlich eine Reserve von 1,44 Milliarden US-Dollar angekündigt, um Dividenden und Schulden zu bedienen, ohne Bitcoin verkaufen zu müssen. Dies positioniert das Unternehmen als stabilen Akteur, der sogar von den niedrigeren Preisen profitieren und günstig Bitcoin aufkaufen könnte, wenn schwächere Unternehmen verkaufen müssen. Die Aktien vieler dieser Unternehmen werden derzeit unter ihrem Nettoinventarwert gehandelt, was eine seltene Arbitragemöglichkeit für strategische Investoren darstellt, die bereit sind, die erhöhte Volatilität und unternehmensspezifischen Risiken in Kauf zu nehmen.

Verkaufsdruck und Konsolidierung

Einige Unternehmen, die ihre Bitcoin-Bestände zur Schuldentilgung nutzen mussten, haben bereits verkauft. Satsuma Technology beispielsweise verkaufte 579 Bitcoin, um Wandelanleihen in Höhe von 40 Millionen Pfund zu bedienen. Ähnlich musste Sequans Bitcoin verkaufen, um Schulden zu begleichen. Diese Verkäufe, obwohl in der Summe noch überschaubar, deuten auf einen potenziellen Verkaufsdruck hin, wenn die Marktbedingungen angespannt bleiben. Es wird erwartet, dass sich der Markt konsolidieren wird, wobei stärkere Akteure wie MicroStrategy möglicherweise günstig Bitcoin von distressed sellers akkumulieren und so ihre Position weiter stärken.

Globale Trends und Ausblick

Die geografische Verteilung der Bitcoin-Reserven von Unternehmen wächst, wobei neben den USA auch Unternehmen aus Japan, China und Europa zunehmend Bitcoin halten. Dies reduziert regulatorische Risiken. Trotz der jüngsten Volatilität setzt sich die Adoption von Bitcoin durch Unternehmen fort, wenn auch in einem langsameren Tempo als zuvor. Große Treasury-Abteilungen kaufen weiterhin aggressiv, was auf ein anhaltendes Vertrauen in das Asset hindeutet.

Quellen