Das Bitcoin-Netzwerk hat am 3. Januar sein 17-jähriges Bestehen gefeiert. An diesem Tag, dem sogenannten "Proof of Keys Day", ruft die Community dazu auf, die Kontrolle über die eigenen digitalen Vermögenswerte zu übernehmen und sie in Selbstverwahrung zu nehmen. Dieser Tag markiert den Jahrestag der Erstellung des "Genesis-Blocks" durch Satoshi Nakamoto im Jahr 2009, der den Grundstein für das dezentrale digitale Geldsystem legte.
Genesis Block: Der Ursprung von Bitcoin
Der "Genesis-Block", auch "Block 0" genannt, wurde am 3. Januar 2009 um 19:15:05 Uhr MEZ erstellt und markiert den Startpunkt der Bitcoin-Blockchain. Im Gegensatz zu allen nachfolgenden Blöcken wurde dieser nicht durch Mining erzeugt, sondern von Satoshi Nakamoto selbst geschaffen. Eine Besonderheit des Genesis-Blocks ist die eingebettete Nachricht aus der "The Times" vom 3. Januar 2009: "Chancellor on brink of second bailout for banks". Diese Botschaft sollte auf die Schwächen des traditionellen Fiatgeldsystems im Lichte der Finanzkrise 2008 aufmerksam machen.
Interessanterweise enthält der Genesis-Block einen "Fehler", der verhindert, dass die darin enthaltenen 50 Bitcoin jemals ausgegeben werden können. Dies wird oft als Vorkehrung interpretiert, um den Vorwurf einer "Pre-Mine" – also der Erstellung von Coins vor der öffentlichen Freigabe des Netzwerks – zu entkräften. Die über eine Million Bitcoin, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden, wurden bisher nicht bewegt, was darauf hindeutet, dass der Erfinder möglicherweise den Zugang dazu verloren hat oder bewusst darauf verzichtet hat, sich zu bereichern.
Proof of Keys Day: Die Bedeutung der Selbstverwahrung
Der 3. Januar ist nicht nur der Geburtstag des Bitcoin-Netzwerks, sondern auch der "Proof of Keys Day". An diesem Tag ermutigt die Bitcoin-Community Nutzer weltweit, ihre Kryptowährungen von Börsen und Drittanbietern abzuziehen und in die eigene Selbstverwahrung zu überführen. Das Prinzip "Not Your Keys, Not Your Coins" unterstreicht, dass nur wer die privaten Schlüssel kontrolliert, wirklich Eigentümer seiner Bitcoin ist.
Die Geschichte hat gezeigt, wie wichtig die Selbstverwahrung ist. Der Kollaps von Börsen wie Mt. Gox im Jahr 2014 und jüngste Verluste bei FTX oder Celsius verdeutlichen die Risiken, die mit der Verwahrung von Coins durch Dritte verbunden sind. Da es im Bitcoin-System keine Einlagensicherung gibt, können im Falle einer Insolvenz eines Dienstleisters die anvertrauten Coins Teil der Insolvenzmasse werden. Der "Proof of Keys Day" ist daher eine wichtige Erinnerung daran, die volle Kontrolle über die eigenen digitalen Vermögenswerte zu übernehmen, idealerweise durch die Nutzung von Hardware-Wallets.
Quellen
- Bitcoin-Netzwerk wird 17 Jahre alt!, Blocktrainer.