Inhaltsangabe

Senator Lummis und Bitcoin-Logo vor Kapitol

Senator Lummis fordert Bitcoin-Steuererleichterungen und Klarheit von der US-Regierung

US-Senatorin Cynthia Lummis hat sich für eine Überprüfung der Bitcoin-Besteuerung ausgesprochen und signalisiert, dass sie bereit ist, mit dem Büro von Finanzminister Scott Bessent zusammenzuarbeiten, um Klarheit zu schaffen. Dies beinhaltet die Prüfung einer De-minimis-Ausnahme für Kleinsttransaktionen und Leitlinien zur Berechnung von Kapitalgewinnen, um die Akzeptanz und Nutzung von Bitcoin in den USA zu fördern.

Wichtige Erkenntnisse

  • Senatorin Lummis drängt auf klare Regeln für digitale Vermögenswerte, einschließlich Bitcoin.
  • Diskussionen mit Finanzminister Bessent über eine mögliche De-minimis-Ausnahme für kleine Bitcoin-Transaktionen.
  • Bedarf an klareren Richtlinien zur Berechnung von Kapitalgewinnen für Bitcoin-Nutzer.
  • Unterstützung für den "Clarity Act" zur Schaffung eines regulatorischen Rahmens für digitale Vermögenswerte.
  • Die US-Regierung beabsichtigt, beschlagnahmte Bitcoins nicht mehr zu verkaufen, sondern in einen strategischen Reservefonds einzustellen.

Lummis‘ Vorstoß für Steuerklarheit

Senatorin Cynthia Lummis (R-Wyo.) hat deutlich gemacht, dass sie offen für Gespräche mit dem Büro von Finanzminister Scott Bessent ist, um potenzielle Klarstellungen bei der Bitcoin-Besteuerung zu erörtern. Im Fokus stehen dabei eine mögliche De-minimis-Ausnahme für Kleinsttransaktionen und die Vereinfachung der Berechnung von Kapitalgewinnen. Lummis war eine der Gesetzgeberinnen, die Bessent während einer Anhörung im Senat zu digitalen Vermögenswerten und deren Regulierung in den USA befragten.

Anhörung zur Finanzstabilität und Kryptowährungen

Die Anhörung, bei der Bessent über den Jahresbericht des Financial Stability Oversight Council sprach, bot eine Plattform für die Diskussion wirtschaftspolitischer und aufsichtsrechtlicher Fragen. Senatorin Lummis nutzte die Gelegenheit, um Bessent gezielt zu digitalen Vermögenswerten zu befragen. Sie erkundigte sich unter anderem, ob China digitale Vermögenswerte und Blockchain nutzt, um die amerikanische Finanzführerschaft herauszufordern. Bessent gab an, dass dies unklar sei, obwohl es Gerüchte über chinesische digitale Vermögenswerte gebe, die möglicherweise durch Gold oder andere Mechanismen gedeckt seien. Er bestätigte jedoch Chinas aktive Erforschung von digitalen Asset-Frameworks, insbesondere über das Finanz-Sandbox-Programm in Hongkong.

Notwendigkeit klarer Regulierung und des "Clarity Act"

Die Diskussion verlagerte sich schnell auf die US-Regulierung. Lummis betonte die dringende Notwendigkeit klarer Spielregeln, insbesondere für Stablecoins und die Marktstruktur. Bessent stimmte zu und unterstützte den vorgeschlagenen "Clarity Act", der darauf abzielt, regulatorische Klarheit für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Er rief Branchenteilnehmer, die sich gegen Regulierung aussprechen, auf, in Länder mit lockereren Aufsichtsbehörden umzuziehen, und betonte: "Wir müssen diesen Clarity Act über die Ziellinie bringen."

Balance zwischen Innovation und Sicherheit

Beide Beamten hoben die Vorteile hervor, die sich aus der Einbettung der digitalen Asset-Industrie in die US-Wirtschaft ergeben. Bessent unterstrich das Ziel, eine Balance zwischen der Förderung von Innovation und der Aufrechterhaltung "sicherer, solider und intelligenter Praktiken" unter der Aufsicht der US-Regierung zu finden. Er erwähnte laufende Bemühungen, Gemeinschafts- und Kleinbanken in das Ökosystem der digitalen Vermögenswerte einzubinden, und ging auf Bedenken ein, dass neue Gesetzgebungen zu Einlagenabflüssen führen könnten.

Bitcoin-Steuerbefreiung und Beschlagnahmungen

Lummis sprach auch die Besteuerung digitaler Vermögenswerte an, insbesondere die Behandlung von Kleinsttransaktionen (De-minimis) und die Berechnung von Kapitalgewinnen für Nutzer mit gemischten Portfolios. Bessent räumte die Komplexität des Themas ein und bot an, dass das Amt für Steuerpolitik des Finanzministeriums mit Lummis‘ Team zusammenarbeiten werde, um Leitlinien zu entwickeln. Bezüglich einer Bitcoin-Steuerbefreiung wurde nichts Definitives gesagt, aber die Idee wurde zwischen den beiden Gesetzgeberinnen erörtert. Zuvor hatte Bessent erklärt, dass die US-Regierung keine Befugnis habe, Bitcoin zu retten oder Banken anzuweisen, Krypto zu halten. Er bestätigte auch, dass die USA aufhören werden, beschlagnahmte Bitcoins zu verkaufen, und diese stattdessen gemäß der Exekutivverordnung 14233 dem "Strategic Bitcoin Reserve" hinzufügen werden.

Quellen